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Meditation (Shinki Zen)
Unsere Meditationsart ist für jedermann und -frau zugänglich, weil sie nicht mit einer bestimmten Religion verbunden ist. Einzig erwartet wird die Offenheit gegenüber der möglichen höheren „Macht“, ob sie Gott genannt wird oder Ki oder wie auch immer. Man muss nicht von vorn herein daran glauben, aber darf sich dem nicht kategorisch verschließen. Die Basis unserer Meditation ist die Art des Zen, der die allgemeine geistige Offenheit (Mu, Leere) fördert. In diese Offenheit hinein halten wir uns bereit, das Höhere“, das wir Shinki nennen, zu empfangen. Insofern geht unsere Meditation über das „Abfinden“ mit der harten Realität wie der des Todes weit hinaus. Das „Abfinden“ ist eine verfeinerte Form der Resignation. Wir aber erwarten jenseits der Leere das Licht, wir wollen er-leuchtet werden. Die Wirkung der Meditation ist Lebendigkeit, Freude, Kraft, Friede, Gelassenheit, Dankbarkeit usw. Sie muss aber durch die Meditation selbst erfahren werden.

Gez.: Michael Daishiro Nakajima, Soke. Link: link schalter

 

Aikido und Zen-Meditation?
Es ist allgemein bekannt, dass sich in der Tokugawa-Periode (1603-1868) unter dem starken Einfluss des Zen-Buddhismus, eine allmähliche Wandlung der Kriegskünste der Samurai Bujutsu zum Budo, zu einer eher geistigen Lebensführung der Samurai vollzog. Lind schreibt: „Die Lehre des Zen und das Kriegertum waren wie füreinander geschaffen. Auch die Überwindung der Angst, das Jenseits von Leben und Tod Gehen‘ und die Bereitschaft, im Kampf zu sterben, sind auf die Philosophie des Zen zurückzuführen.“
Nach Stevens hat der Gründer des Aikido „weder Zen studiert noch Methoden oder Terminologie aus dem Zen in seinen Unterricht eingebracht“. Morihei Ueshiba wandte sich in seiner Religiosität eher der mystisch-religiösen Strömung Japans zu. Da er aber seine Schüler nicht in die geheimen Meditationsmethoden, die er bei Omotokyo lernte, einweihte, suchten die Aikido-Trainierenden nach Meditationsmethoden zur geistigen Ergänzung ihres Aikido-Trainings. Manche Aikidokas entdeckten die ursprüngliche Verbindung des Zen-Buddhismus und des Budo und so die große Ähnlichkeit der Zen- und Aikido-Philosophie. So Gerhard Walter: „Wie der Zen-Bogenschütze sich darin schult, auf die Unendlichkeit zu zielen und mit dem Geist der Absichtslosigkeit sicher die Scheibe trifft, so müssen wir im Aikido Selbst und Selbstverteidigung fallen lassen, um zu einer umfassenden Präsenz zu gelangen.“ Und Ueshiba: "Sphärische Bewegungen stellen die Basis des Aikido dar. Ein Kreis symbolisiert die Leere, und Leere ist der ursprüngliche Zustand des Geistes. Es ist ein Zustand vollkommenen Friedens. Ki wird geboren, wenn sich ein Zentrum entwickelt inmitten der Leere.“

Auch umgekehrt bezeichnen berühmte buddhistische Gelehrte wie D. T. Suzuki Aikido als „Zen in Bewegung“, und viele Anhänger des Zen üben gerne Aikido als Ergänzung zur Meditation. Auf Grund dieser großen Ähnlichkeit, bereits auf der physischen Ebene, übernehmen viele Aikidokas die Zen-Meditation als festen Bestandteil ihres Aikdo-Trainings- und ihrer Aikido-Philosophie. So ist etwa für M. D. Nakajima, der die Zen-Meditation, deren Ausübung er mit christlichen Inhalten füllt, der Kern seiner Aikido-Richtung: „Die Meditation ist das Herzstück des Aikido Shinki Rengo[ ]. Sie wird Shinki-Zen genannt, weil das Leer-Werden des Ich – der übliche Weg des Zen – klar zum Shinki hin orientiert ist.“

Gez.: Marius Trzaski, Shinkiryu Aiki Budo Lahnstein